Alljährlich leitet der nationale Bergrettungsdienst der Sektion Unterland mit Sitz in Neumarkt eine Rettungsübung an den Aufstiegsanlagen am Jochgrimm. Nach einer Aussprache mit den Liftbesitzer Herrn Foppa Egon und dessen Betreiberpersonal wurde eine Großübung am Schwarzhornlift kurz nach der betrieblichen Tagesschließung beschlossen. Am Sonntag, den 14. März fuhren somit in der Abenddämmerung nach 18.°° Uhr mehrere Einsatzkräfte bestehend aus der Feuerwehrgruppe Radein, dem Weissen Kreuz von Neumarkt und der Unterlandler Hundestaffel von Radein aus über den Forstweg direkt zur Talstation des Schwarzhornliftes. In der Zwischenzeit wurden 12 Personen im Mittelteil der Anlage hochgefahren und gleichzeitig die Anlage stillgelegt. Unter den verschiedenen Rettungsverfahren wurde von der Einsatzleitung die sich am Kalditscher positionierte um sich den besten Überblick über das Einsatzgeschehen zu verschaffen, jene traditionelle Ablaufübung angeordnet, die es den Rettern ermöglicht auch bei völliger Dunkelheit das mit Fahrgästen besetzte Seilfeld zu räumen. Mehrere Gruppen setzten ein Abseilgerät mit Hilfe einer Reepschnur in mehreren Seilfeldern auf die Stütze des Förderseiles. Erst nach dem Schließen der mit einem Sicherheitsverschluss versehenen Seitenklappe der Rollgeräte konnte nach Absprache mit der Bodenmannschaft die Evakuierung der festsitzenden Fahrgäste begonnen werden. Einmal am tief verschneiten Boden angekommen, wurden die Fahrgäste mit Schneeschuhen versorgt und gemeinsam zur Talstation begleitet, weitere Fahrgäste wurden auf der Gebirgstrage und mit dem Ackja abtransportiert. Eine starke Lichtquelle wurde von der Feuerwehr aufgebaut dessen Scheinwerfer bis zum neunten Trägerpfeiler hochreichte. Die Hundestaffel hingegen suchte erfolgreich im angrenzenden Waldgürtel nach orientierungslosen Schneeschuhwanderern, deren Bergung auch eine Erstversorgung von den Sanitätern des Weisen Kreuzes erforderte. Gegen 21,30 Uhr hatte der Registrator an der Schleuse alle Einsatzkräfte samt Hunde zurückgemeldet und auf der zuvor angelegten Liste registriert.
Alle Einsatzkräfte haben sich als kompetente Zeitspender für eventuelle Noteinsätze bestätigt und das gegenseitige Vertrauen unter den Rettungsstrukturen gefestigt. Ein aufrichtiger Dank gilt allen Teilnehmern, besonders dem Bergführer Kurt Ortler, der aus Sulden ins Unterland angereist war um die Übung genauestens zu verfolgen und natürlich sollten wir die Hüttenwirtin Isolde nicht vergessen, die die etwas müden Retter in der neuerrichteten Kalditscher Hütte kulinarisch bestens versorgte.
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Aufstiegsanlage Schwarzhorn: Der Patiententransport im Ackja wurde so schonend wie möglich durchgeführt
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