20/06/2010
In Anbetracht dieses ausschlagkräftigen Psalmes aus der Bibel, gedachten viele Bergfreunde und Bekannte , den Bergtod von Evelyn und Gianni der sich am 27.07.09 ereignete. Anhand einer Pilgerwanderung die von Neumarkt über Gfrill hinüber zur Hochebene von Piné und abschließend hinaus zur Marienwallfahrtskirche der Madonna di Piné führte, gab es für die Pilgergruppe verschiedene Möglichkeiten meditierend unseren verstorbenen Bergfreunden zu gedenken. Den Pilgern macht den Weg frei. Ein Ziel wie jenes von Piné vor Augen, orientiert und doch in der Gruppe entspannt unterwegs. Einfach die eigene Bewegung spüren und sich selbst in der Schöpfung erfahren. Dem Wetter ausgesetzt das nicht schlechter sein konnte, Dauerregen den ganzen Tag über und die immense Erfahrung sich auch auf sich selbst verlassen zu können. Kräfte mobilisierten sich auch bei jenen die ansonsten keine 12 Stunden Wanderung unternehmen.
Kurz vor 17 Uhr erreichte die Gruppe den Wallfahrtsort „Santuario della Madonna di Piné. Wetterbedingt wurde die Hl. Messe nicht auf der Wiese hinter der Scala Santa sondern in der Wallfahrtskirche von Montagnaga verlegt. Gekonnt und einfühlsam fand Don Giuseppe die passenden Worte beim verlesen der Predigt, während er die einzelnen Vorlesungen unserer Gruppe übergab. Schön feierlich vernahmen wir die vielen Stimmen des Kirchenchores aus Feltre der die Hl. Messe singend begleitete.
Gestärkt und voller Hoffnung haben wir dann am Abend die Heimreise im Autobus angetreten.
Vaclav Havel interpretierte Hoffnung folgendermaßen: Hoffnung ist eben nicht Optimismus es ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat- ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht. Rückblickend hat die Pilgerwanderung ein bisschen beigetragen um einen Lebensabschnitt der Trauer zu verarbeiten.
